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Achtung: sehr schwer - 56 Kilo

schwere Compaq 3000VA UPS
Compaq Batterie-Wanne

Wenn bei einer Compaq oder APC USV die Akkus den "Geist aufgeben", dann sind einer oder mehrere dieser "Batterie" von 12V Akkumulatoren am Ende. Der Hersteller "empfiehlt", immer gleich alle zu tauschen. Es gibt jedoch viele Gründe, erst mal nachzusehen, welcher einzelne dieser 16 Akkus nicht mehr will.

 

Es sei denn, Sie haben zu viel Geld oder zu wenig Zeit. Beides sind unschlagbare Argumente. Bitte der Umwelt zu liebe, (Blei Akkus sind der größte Mist, den die Umwelt je gesehen hat und den sie verkraften muß. Warum ?)

 

Testen Sie die Akkus nach dem letzten Aufladen noch einmal alle durch. Es ist nicht schwer. Die Autowerkstätten haben auch so eine Art Zirkel mit einem dicken Widerstand, der den einzelnen Akku bzw. die Zelle einfach mal belastet. Sie brauchen nur einen 12 Volt Autoscheinwerfer am besten mit 70 Watt Birne und schon trennen Sie die Spreu vom Weizen.

Wir zeigen Ihnen hier, wie wir es bei der älteren Compaq R3000h gemacht haben.

(Übrigens, wir verkaufen keine Akkus oder Batterien, bitte gar nicht erst fragen, das können andere besser als wir.)

Bei der Compaq R3000h USV . . . .

. . . sind die Akkus in einem Korb-Einschub (die Amis sagen basket) mit zwei Griffen untergebracht. Eine insgesamt gelungene aber auch sehr schwere Lösung.

 

Die Griffe machen das Transportieren deutlich leichter im Vergleich zu den APC Lösungen. Dort ist es ein unendliches Gefummel im Dunklen.
Benutzen Sie die Griffe, der Korb verbiegt sich sonst.

neue Version mit geschlossenem Deckel
alte version mit 3 Brücken

In dieser speziellen Compaq USV sind 6V Akkus enthalten.

Es sind schlanke 6V / 10Ah Bleiakkus, natürlich versiegelt, während die APC USVs alle mit 12V oder sogar 24V Akkus betrieben werden. Warum die Powerware Entwickler diese 6V typen ausgesucht haben, ist schwierig zu verstehen. Vielleicht war es die schlanke Bauform.

Das hier ist nur eine Beispiel Zelle
Beispiel Panasonic (made in USA)

Alle einzelnen 6V (oder auch 12V) Akkus ergeben die gesamte Batterie hier im Bild und am Ende hängen aus der USV noch vier Anschlußrähte heraus.

 

Angeblich kann man das (hotplug) während des Betriebes machen, na ja, wir wollen und werden das vermeiden.

 

Unsere Server und Switches haben (fast) alle 2 redundante Netzteile und so können wir die USVs während des Betriebes umrüsten bzw. austauschen.

 

Wenn Sie es online machen wollen, vermeiden Sie möglichst Kurzschlüsse mit diesen Kabeln. Die USV schaltet nicht nur sofort ab, es blitzt extrem heftig. "Jemand" aus unserem Umfeld hat es mal "probiert". Da sind die Brocken und Funken geflogen. Zum Glück hatte er seine Brille auf.

 

Tragen Sie den Korb immer an den schwarzen Griffbändern, wir haben es probiert. Es "schont" die Finger.

Auf den Akkus liegt eine Verdrahtungs-Karte (bzw. Kunststoff- Folie) mit Löchern, auf der die gesamte Beschaltung wirklich "für die Blöden" dargestellt ist.

Das klingt eigentlich vermessen, nur, wenn es "brennt", also wenn Sie richtigen Stress haben und es nicht schnell genug gehen kann, dann sind Sie nachher für solche simple Hilfen unendlich dankbar. Denn wenn Sie sich beim Zusammenstecken der neuen Akkus "verstecken", das knallt und die Funken sind super. Da fließen Stöme um die 60 bis 80 Ampere, nur kurz aber heftig und vor allem "unvergeßlich".

 

Im Chassis sind unten im Boden große "+" Zeichen ausgestanzt, um die Austausch-Akkus auch in der richtigen Richtung zu plazieren, eine sehr gute Idee.

Schrauben Sie also die Griffe und Steck-Brücken ab und prüfen Sie die einzelnen Akkus im Korb oder entnehmen Sie die Akkus und prüfen Sie sie außerhalb des Korbes. Auf jedem Akku steht der Hersteller- Code drauf. Diese hier sind aus dem Jahr 97 KW 06.

 

Das sind zur Zeit (2005) ca. 7 Jahre. Da sind bestimmt noch nicht alle hin. Wir jedenfalls versuchen, durch intelligentes Laden aus zwei fehlerhaften USVs noch eine intakte USV zu machen und wenn sie auch nur 3 Jahre noch läuft, so haben wir die Umwelt weitere 3 Jahre davon verschont.

 

Mit solch einem Baumarkt Spannungsprüfer (ca. 9,90 Euro, ehemals DM 12.-) können Sie zumindest einmal testen , ob die einzelnen Akkus überhaupt noch Spannung abgeben. Die Leuchtdioden zeigen noch ganz deutlich die 12 Volt an.

Die Testwerkzeuge:

Diese Test-Birne (KFZ-Glühlampe) ist kein Wunderwerk, eher auch eine Bastellösung. Nur, es ist die einfachste Möglichkeit, eine nicht zu starke und nicht zu schwache problemlose ohmsche Last zu erzeugen. Hier verwenden wir eine 70Watt - 24Volt Birne. Die kostet nicht viel, eine 12V und 55Watt Birne tut es natürlich auch.

 

Das ist hell genug, um auch bei Tageslicht deutlich zu leuchten, Belastung genug, um eine tote Batterie sofort in die Knie zu zwingen und wenig genug, daß man sich nicht sofort die Finger verbrennt.

 

Das sind doch genug Argumente oder ?

 

Die 1,5 mm quadrat flexiblen Drähte sind ca. 1m lang und haben am Ende Kabelschuhe (auch aus der KFZ Technik) mit "Überziehern", die man auch dauerhaft auf einen Akku aufstecken kann. Dann kann es natürlich schon heiß werden für die Finger oder die Unterlage. Ein einigermaßen guter Akku verträgt die 35 Watt länger als 10 Minuten. Macht er sofort schlapp, ist er entweder nur leer oder schon defekt. Sie sollten nur diesen Akku an ein KFZ Ladegerät mit 4 - 6 A Ladestrom anschließen.

 

Weiter unten zeigen wir eine (natürlich) Profi-Ladestation mit ausgefeilten Refresh-Programmen samt PC Überwachung.

"Edel geht die Welt zugrunde." Das war mal ein Spruch für zu übertriebene Technik. Doch beim Laden von Akkus aller Art und beim Regenerieren derselben kann (sollte) man nur edle Technik benutzen. Hier rechts ist ein ELV Ladegerät mit Refresh-Zyklen programmierbar und es wirkt wirklich Wunder. Auch erfolgreich bei NICD und NIMH zu verwenden.

 

Und es kostet nicht mehr viel. www.elv.de

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